Der beschwerliche Weg von Maysteig nach Prugkh,

von Ernst Keller

Wer heute die Bundesstrasse 13 über den Maistaiger Berg nach Unterbruck fährt ,dem ist sicher nicht bewusst, das dieser Verkehrsweg einst von großer Bedeutung, aber auch für immerwährende Konflikte war.

Die Ingolstätter Landstrasse stellt die kürzeste Verbindung zwischen Mitteldeutschland und dem Süden dar. Sie bildete dei westliche Grenze der bischhöflichen Hofmarken und trennte zugleich das Landgericht Kranzberg und Dachau.

Schon beim Bau der Straße über den Maisteig im Jahre 1466 oben geführten Waldpfad begann der Streit.


Es war jene Zeit wo das bayerische Herzogtum geteilt war und sich der drei Herzogtümer mitunter heftig befehendeten. Herzog Ludwig von Ingolstadt, offenbar ein Bündnispartner des Hochstifts, forderte die Beseitigung der Strasse mit der Begrünung,die alte verbindung habe über Ottenburg geführt, die allerdings zu Neiderbayern und Landshut gehörte und der Zöllner erleidete große Einbußen. Freising sollte wirtschaftlich geschwächt und Ottenburgs Bedeutung gemindert werden.


E.W. Ahlers und Ludwig Ganghofer

erschienen, 1890, Berlin, Stuttgart,

 

Aus dem „Jägerbuch“ von Herzog Ludwig VII. dem Bärtigen von Baiern-Ingolstadt

Herzog Ludwig VII. von Baiern-Ingolstadt, der sich anno 1402 mit Anna von Bourbon vermählt hatte, regiert und verwaltet sein Teilherzogtum nach französischem Muster.

Der Adel kleidet sich französisch und sogar die Ingolstädter Häuser sind nach Pariser Geschmack erbaut und eingerichtet worden.
Hier dürfte demzufolge auch die „Beizjagd“ entsprechend aufwändig ausgeübt worden sein.In dem bereits genannten „Jägerbuch“ ist festgelegt worden, dass die „Falkner“ zu dem Personenkreis gehören, die das „Recht der Nachtselden“ in Anspruch nehmen können.

Das bedeutet konkret, die vom Herzog den Klöstern und Kirchen auferlegte Verpflichtung, „unsere jägermaister, jäger und valcknär“ zu beherbergen und zu verpflegen oder ersatzweise jährlich einen Geldbetrag abzuliefern.
Die „Prälaten“ von sechs Klöstern verklagen daraufhin Herzog Ludwig VII. vor dem „Baseler Konzil“, das ihn anno1433 mit dem „Kirchenbann“ belegt.
Der Regent des Ingolstädter Herzogtums stirbt mit dieser Strafe.

 Wirtstaverne Maisteig, wurde 1972 abgebrochen

Quelle: HstA, München

Autor: Ernst Keller, Fürholzen

Autor: Rudolf Hartbrunner, München

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