Mit Fusionierung der Isarwerke mit den Amperwerken entstand ein Stromnetz mit 110 kVA  von Pfaffenhofen bis Garmisch

Die Gründung eines Energieversorgungsunternehmens um die Jahrhundertwende erfordert großes fachliches Können, hohe Risikobereitschaft und den unerschütterlichen Glauben an das wirtschaftliche und technische Potenzial des elektrischen Stroms. Die heute so selbstverständliche elektrische Energie muss sich seinerzeit erst ihren Platz neben den etablierten Energieträgern Kohle und Gas erobern; ihre Vorteile liegen noch nicht so klar auf der Hand, etwa die Erleichterungen und der Sicherheitsgewinn durch elektrisches Licht, insbesondere aber die Segnungen der Elektromotoren als Entlastung für menschliche Kraftanstrengung.

Bereits Ende der 70 er Jahre des 19. Jahrhunderts beschäftigen sich die späteren Gründer der Isarwerke mit den Möglichkeiten der Energie wirtschaftlichen Nutzung der Isar. Im rohstoffarmen Bayern, fern von den Kohlerevieren und Küsten Deutschlands und durch den Transport von Nord nach Süd mit hohen Frachtkosten belastet, steht preiswerte Energie bislang nicht zur Verfügung. Allein die damals ausreichend verfügbare Wasserkraft scheint in der Lage, den wachsenden Energiebedarf zu decken. Nach einer Reihe von Jahren, in denen sich die Technik der Stromerzeugung und -Verteilung rasch weiterentwickelt, können die Pläne für eine Nutzung der Wasserkraft allmählich umgesetzt werden.


 

Q: Nachrichten der Isar Amperwerke von März 1912

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