Kapelle HerrschenhofenSehenswert die Kapelle St. Margaretha an der Strasse nach Petershausen und das Sägewerk mit der Wehranlage Die Geschichte der Filiale St. Margaretha Herschenhofen

 

Am 27. Januar 837 und am 25. Mai 844 übergeben die Nonne Swidmot und ihr Sohn Wicbert ihren Besitz zu Herschenhofen dem Freisinger Dom.

Später lebte hier wohl in einer Burg ein bischöfliches Ministerialengeschlecht, das im 11. und 12. Jh. eine Gegenposition zu den Grafen von Dachau und Scheyern einnahm.

Von der spätgotischen Einrichtung der Kirche stammt eine hl. Margaretha (heute in Hohenkammer). Wegen Baufälligkeit ließ Pfarrer Egger 1816 die alte Kirche abbrechen und von Thomas Heigl Freising einen Neubau Kostenvoranschlag 1233 fl. 10 kr. als langgestrecktes Oktogon erstellen. Vom Kloster Scheyern wurde der schindelgedeCkte, zierliche Dachreiter um 4 Gulden 50 Kreuzer gekauft, das Inventar aus säkularisierten Kirchenbeständen erworben: Die „Kirchenstühle sambt doppelten Thüre“ wurden um 70 Gulden „beygeschafft“. Für den „von Paulus Singer, Weisgerber in Freising, erhandleten Altar sambt Thumba“ bezahlte man 50 Gulden.

Dieser ausgezeichnete Spätrokoko-Altar stammt aus der Altöttinger Kapelle in Freising. Das „neue Bild der heil: Margaritta, Kirchenpatronin“, das Ignaz Frey faßte, kostete 22 Gulden. 2 Diese Margaretha, die ursprünglich eine Madonna verkörperte (um 1626), ist „eine der liebenswürdigsten Erscheinungen im Werk Tobias Schmids“ (Sigmund Benker). Am Altar sind wie Bildnisse römischer Cäsaren die Büsten der Märtyrer Eustachius, Mauritius, Donatus und Florian präsentiert 2. Hälfte 18. Jh.. Die Predella ziert das feine barocke Gemälde „Ruhe auf der Flucht“  Kopie nach A. van Dyck . Am Eingang des Ortes steht eine neugotische Wegkapelle.

Q: PFARRVERBAND ALLERSHAUSEN


Erzählungen älterer Generation, ( unsere Zeitzeugen aus Herschenhofen)

 

Autor: h.h.