8. September 2016

Kirchenführung von Mariella Obermeir und Elisabeth Piterna mit den Kindern in der Pfarrkirche St. Jakobus der Ältere.

Die Pfarrkirche in Hörgertshausen: St. Jakobus der Ältere und die Pfarrkirche St. Vitus in Gammelsdorf sind ein Pfarrverband und werden betreut von H.H. Pfarrer Edward Stupak.

Dieser Pfarrverband gehört zum Dekanat Moosburg und wird von Dekan Reinhold Föckerperger versorgt.

Das Dekanat Moosburg untersteht dem Erzbistum München und Freising dem Weihbischof Bernhard Haßlberger und Erz-Kardinal Reinhard Marx.

Erster Bürgermeister Michael Hobmaier verwaltet die Gemeinde in Hörgertshausen.

 

Heimatbuch und Chronik von Hörgertshausen, September 1982 von Alfons Wörner:

Das Geleit von dem damaligen 1. Bürgermeister Josef Wild.

Ausgeliehen von Familie Angelika und Sebastian Reiter

Nr.: 5 Seite 57: Die Baugeschichte der Pfarrkirche und ihre Inneneinrichtung:

Von Kunsthistoriker und Prälat Dr. Dr. Michael Hartig 1878-1960:

Anno 926, ließt man gelegentlich über einen Gütertausch zum ersten Mal von der Kirche in Hörgertshausen. Sie ist aber sicher viel älter. Sie ist dem Hl. Jakobus dem Älteren geweiht. Ein großer Teil der bayerischen Jakobskirchen geht auf die Missionsarbeit der Schotten-Mönche zurück. Vermutlich ist die Kirche anno 700 gegründet worden. Natürlich war der erste Bau, wie bei fast allen Kirchen des Landes, nur aus Holz und hatte schon deshalb keinen allzu langen Bestand. Während der Ungarneinfälle, besonders beim letzten Ungarneinfall anno 955, wurden die meisten altbayrischen Kirchen abgebrannt.

Die starken Mauern und die Form des Altarraumes sagen aus, dass die Kirche ein Bau des 12. Jahrhunderts ist. Also im romanischen Stil. Der heutige Altarraum war wohl früher der Unterbau des Turmes. 1702 wurde die Sakristei umgebaut, vielleicht auch ganz versetzt.

1711-1713 wurde für 2400 fl der Turm neu erbaut und die Kirche erweitert. Der Turm wurde jetzt nach Westen gesetzt und die Empore angefügt.

Schon 1678 hatte Johann Georg von Seiboldsdorf links an die Kirche eine Kapelle zu Ehren der Hl. Anna angebaut, die zugleich Grablege der Grafen wurde.

1681 folgte dann die Armenseelenkapelle auf der rechten Seite.

1786 wurden die Mauern erhöht und ein Brettergewölbe eingezogen.

1810 wurden die Schindeln vom Kirchendach entfernt und durch Platten ersetzt.

1853 wurde die Kirche gründlich renoviert, die Dächer der Sakristei, der Kapellen und des Portals tiefer gelegt.

Besonders schwierig war die Renovierung im Jahr 1948. Der neue Tabernakel wurde damals mit Gold- und Silberspenden der Pfarrkinder errichtet.

Die Inneneinrichtung:

Aus der Zeit um 1700 stammen die Seitenaltäre und wahrscheinlich auch der Hochaltar.

Den rechten Seiten-Altar ließ Pfarrer Pach setzten, es hat sich vielleicht auch die Hofmarksherrschaft beteiligt, weil das Seiboldsdorfische Wappen oben am Altar angebracht ist von 1691.

Den linken Seiten-Altar Hl. Barbara stiftete Pfarrer Georg Pach Priester von 1704-1733.

1709 wurde der Taufstein für 60 fl angeschafft.

Die schönen Kirchstühle mit eichengeschnitzten Stuhlwangen, Akantusblätter darstellend, sind um 1725 erworben wurden.

Die Kanzel stammt nach Hartig aus der Zeit um 1760,

andere schreiben sie Roman Anton Boos 1790 zu.

Den wertvollsten Schmuck der Pfarrkirche bilden die Fresken. Der berühmte Münchner Hofmaler Christian Wink hat sie 1790/91 mit Hilfe seines Neffen Amand aus Eichstätt geschaffen.

Im Gewölbe des Chores (=Altarraum) ist der Kirchenpatron als Fürbitter bei Gott für Hörgertshausen dargestellt.

Über der Orgel erscheint Maria dem hl. Jakobus auf einer Säule.

Das Hauptbild, oben auf dem Deckengewölbe schildert, wie Jakobus auf einer Säule enthauptet wird. Oben hält Christus auf den Wolken des Himmels den Siegeskranz für ihn bereit. Das Pferd des Reiters ist ein perspektivisches Meisterstück.

Rechts über dem Eingang der Armenseelenkapelle ist die Verklärung Jesu Christi und gegenüber der Ölberg dargestellt, jeweils mit dem hl. Jakobus. Jesus bekommt dort große Angst, welches Leiden ihm noch bevorsteht.

Über dem Kreuz, über der Kanzel und zwischen den Fenstern ist die Berufung des

  1. Jakobus zum Apostel, seine Nachfolge, die Bitte der Mutter des Heiligen und wie er mit seinem ‚ Bruder Andreas als Donnersohn Feuer vom Himmel ruft, dargestellt.

 

Unter der Empore ist die Tempelreinigung dargestellt von Amand Wink.

Das Hochaltarbild mit dem hl. Jakobus ist von Christian Wink.

Das Deckenbild der Annakapelle schildert die Himmelfahrt Mariens,

das Deckenbild in der Armenseelenkapelle stellt Christus als Weltenrichter dar

(Jüngstes Gericht).

Das Kreuz an der Südwand der Kirche wurde ebenfalls von Philipp Fischer gestiftet, geschnitzt von dem berühmten Hofbildhauer Roman Anton Boos.

Wahrscheinlich hat Amand Wink daneben Maria, Magdalena und Johannes gemalt.

Der bekannte Münchner Maler Ulrich Halbreiter hatte 1852 das Anna-Altarbild in der linken Seitenkapelle gemalt.

Auf dem Anna-Altar stehen gute Figuren des 17. Jahrhunderts, Barbara mit dem Schwert und Kelch.

Die Pieta 1680-1700 wurde von Pfarrer Maier erworben (nur zeitweilig in der Kirche aufgestellt). Heute befindet sich die Pieta am linken zugemauerten Seiten-Portal, darunter die gefallen Soldaten der beiden Weltkriege.

Die älteste Figur der Kirche, der hl. Jakobus, um 1450 befindet sich in der Sakristei.  ( Siehe gebasteltes Bild >)

Die ganze Ausmalung, unter Verzicht auf jeglichen Stuck, zeigt den Übergang vom Rokoko zum Klassizismus und ist ziemlich einmalig bei einer Landkirche.

Christian Wink verstarb 1797 sehr verarmt. Gegen Ende seines Lebens blieben die Aufträge leider aus, aufgrund der napoleonischen Kriege war kein Geld mehr für die Kunst da.

Im Chorbogen der Kirche hat Wink folgende lateinische Inschrift angebracht, ein so genanntes Chronogramm:

Sancto Iacobo Majorj

Apostolo Ecclesija Haec ex voto

Exornata pictaqve fvlget.

In freier Übersetzung bedeutet dies:

Diese, dem heiligen Jakobus dem Älteren geweihte Kirche, zeigt sich in neuem Glanz, nachdem sie eines Gelübdes wegen ausgeschmückt und bemalt wurde.

Es fällt auf, dass verschiedene Buchstaben durch Größe und Farbe hervorgehoben sind. Es sind solche, die den römischen Ziffern entsprechen:

M  =  1000;  C  =  100;  L  =  50;  X  =  10;  V  =  5;  I  =  1

Zählt man diese hervorgehobenen Buchstaben (im oberen lateinischen Text unterstrichen) zusammen, so kommt die Zahl 1790 heraus, die das Jahr bezeichnet, in dem Wink die Kirche ausgemalt hat.

Im ersten Weltkrieg musste die Pfarrei die Glocken abliefern. 1921 wurden neue erworben, von denen eine vom Hr. Schranner vom Goglhof gestiftet wurde.

Auch im zweiten Weltkrieg mussten diese Glocken wieder abgeliefert werden.

1955 kamen wieder neue Glocken auf dem Turm.

 

Kreuzgänge und Wallfahrten:

Die Wallfahrten in unserer Gegend wurden auch Kreuzgänge bezeichnet. Diese gehen auf den Volksglauben zurück, dass das Geben an bestimmten Orten besonders wirksam sei.

Für die Pfarrei Hörgertshausen sind insgesamt 13 Wallfahrten nachweisbar.

Am 24. April 1790 wurde der Kreuzgang nach Margarethenried eröffnet.

  1. Mai 1790 nach St. Sebastian in Furth. (in Altdeutsch): Gegen drei Uhr frühe gehet man hier aus. Zu Schatzhofen zieht man auch in das Pfarrgottshaus ein.

 

  1. Mai 1790 nach Hl. Kreuzauffindung in Enghausen. Zu Peterswahl ziehet man auch in die Kirche ein.

 

  1. Sonntag nach Ostern 1750 am Montag nach St. Alban,

    am Dienstag nach Airischwand,

    am Mittwoch nach Baumgarten.

  1. Juni 1750 nach Au. Abmarsch 4 Uhr, St. Vitus Kirche.
  2. Juni 1750 nach Tölzkirchen St. Benno
  3. Juni 1750 nach Airischwand,

es kommen Reichertshausen, Nandlstadt, Tegernbach, Hebrontshausen,       Volkenschwand und Margarethenried dazu.

  1. Juni 1750 nach Peterswahl zu St. Peter und Paul um 6 Uhr.
  2. September nach Maria Thalheim St. Matthäus.

       Am ersten Tag zuerst bis nach Wartenberg.

Der interessanteste Kreuzgang wurde bis zuletzt aufgehoben. Er fand statt am 6. Sonntag nach Ostern (also am Sonntag nach St. Alban) zum Heiligen Salvator nach Bettbrunn, 4 Stunden von Ingolstadt gelegen.

Pfr. Blasi berichtet in Altdeutsch:

Tag 3 Uhr Nachmittag Abmarsch nach Mainburg, erste Übernachtung.

  1. Tag ein Sonntag 4 Uhr in der Frühe die gesamte Pfarrey versammelt sich und zieht mit dem Kreuz auf den Salvatorberg in Mainburg, allwo für die sämtliche Pfarrgemeind ein heilige Meß gelesen wird. Anschließend weiter nach Vohburg, 10 Uhr Ankunft in der Marktkirch einzieht. Zu Vohburg wird Mittag gemacht, gegen 1 Uhr zieht das Kreuz von der Kirchen aus wiederum ab, und begibt sich nach Dolling, allwo in das dortige Gotteshaus wiederum eingezogen und der Wettersegen von dem Herrn Cooberator gehalten wird. Endlich bis 5 Uhr oder halber 6 ruckt man in Bettbrunn ein. (Fortsetzung in der Chronik)

 

Die Jahrhundertfeier der Barbara-Bruderschaft:

Es existiert eine originale Stiftungsurkunde der Barba- Bruderschaft aus dem Jahre 1668 im Pfarrarchiv in Hörgertshausen. (Bild der Urkunde i. d. Chronik Seite 78)

In Altdeutsch und Kurzfassung:

Beschreibung der dreytägigen Säculumsfeyerlichkeit, welche in dem löblichen Pfarrgotteshause des heiligen Jakobs zu Hörgertshausen den 24, 25, und 26 July im Jahre 1791 gehalten worden.

Im Jahre 1690 wurde in dem Pfarrgotteshaus des Hl. Jakobus zu Hörgertshausen von dem dortmaligen Pfarrer und Ruraldechant, Hr. Jakob Stürzer eine Bruderschaft unter den Schutze und Anrufung der heiligen Jungfrau und Martyrin Barbara aufgerichtet und feierlich eingesetzt. So breitete sich die Andacht und das Vertrauen zu dieser heiligen Blutzeugin nicht nur in der Pfarr Hörgertshausens sonder auch in der ganzen Nachbarschaft ungemein aus.

Selbst die hohen Personen einer hiesigen hochgräflichen Herrschaft giengen mit dem erbaulichesten Beyspiel vor und befahlen ihre unvergesslichen Namen in das Register der Pflegkinder Barbara einzutragen. Jedermann wollte Pflegkind Barbaras sein. Herr Johann Georg Pach, Pfarrer in Hörgertshausen ließ auf eigene Kosten diesen Bruderschaftsaltar der hl. Barbara anfertigen.

Diese Bruderschaft hat nun wirklich hundert Jahr zurückgelegt. Pfarrer Simon Blasi war nun vorbehalten, nach Verlauf des ersten Säculums Barbara, der reinen Braut Christi, vermittelst einer rührenden dreytägigen Feyerlichkeit den Ehrenkranz auf das Haupt zu setzen.

Diese Vorbereitung für das 3 tägige Fest begannn am 01. September 1788, Tag nach Kirchweih, durch Verabredung zwischen Hr. Leibmedicus Fischer und Hr. Pfarrer. Hr. Leibmedicus both sich an den ganzen Plafond des Pfarrgotteshauses prächtig ausmalen zu lassen und Hr. Pfarrer war bereit, alles andere nothwendige herzuschaffen, damit so das ganze Gotteshaus eine neue Gestalt bekäme.

Im Jahre 1790 begann Herr Christian Wink, Hofmaler in München sein Werk. 30. Juni war alle al fresco fertiggestellt. Nun ist ein Werk zustande gebracht, das prächtig ist und seinen Meister lobet.  Der Plafond (= das Deckengewölbe)ist dreygeteilt.

(s. oben)

 Zum Säculumffest der hl. Barbara wurde von seiner päpstlichen Heiligkeit Pius des Sechsten erhaltenen Ablaßbreve, mit Genehmhaltung seiner hochfürstlichen Gnaden Joseph Konrad 20. Fürstbischof zu Freising und Regensburg, dann die Herrn in der gefürsteten Probsttei zu Berchtolsgaden etc. als gnädigsten Ordinarius der 24., 25. und 26 Tag des July erwählet und festgesetzt.

Zween Tage vorher, wurde für die verstorbenen Mitglieder dieser Jubelbruderschaft ein feyerlicher Seelengottesdienst, mit Vigil, Seelamt und Libera etc. gehalten. Nachmals wurde zur feierlichen Einsetzung eines Partikels der Hl. Barbara die Anstalt gemacht.

Um 1 Uhr nachmittags hielt Hr. Kammerer eine Anrede. Es war sehr rührend anzusehen, da nicht nur die Filialen mit ihren Fahnen zogen und die Jungfrauen mit Kränzen gezierte, in großer Anzahl mit erbaulichster Andacht und Eingezogenheit sich einstellten; sondern eine unzählbare Menge des andächtigen Volkes aus der gesamten Nachbarschaft sich einfand. Allenthalben sah man in dem ganzem weitem Felde nichts als Leute, und Leute voll des Eifers und der Andacht. Nach jedem hl. Segen gaben zwölf wohl abgerichtete Schützen ein dreimaliges Salve, Und während der ganzen Zeit der Prozession verherrlichte diesen Akt das Abfeuern der Böller. Am 23. Juli wurde um 2 Uhr nachmittags die Glocken in der ganzen Pfarr geläutet und hernach bei ausgesetztem hochwürdigsten Gut der Rosenkranz gebethet und eine figurirte Litaney gehalten.

Am Sonntage den 24. kündigte man schon um halb vier Uhr fruhe mit Läutung der Glocken und Abfeuerung der Böller den ersten Tag dieser Feierlichkeit an. Somit begann die gesamte Priesterschaft in den Beichtstühlen die Beichte. Zu dieser Feier kam ebenso Hr. Professor Leibmedicus Fischer, den man sehnlichst erwartete und um halb zehn Uhr unter Abfeuern der Böller in Hörgertshausen eintraf.

Um zehn Uhr wurde das Asperges und die Initia Evangeliorum, das feyerliche Amt gehalten, Der Schullehrer zu Maurn dirigierte die Musik alle drei Tage hindurch, welche gut ausgefallen.

Die Predigt hielt Hr. Michael Lindinger, Beneficiat (= Kaplan) zu Maria Thalheim. Er predigte über eine gut gewählte und sehr anpassende Sittenlehre. Zum Schluss seiner Predigt lenkte er einen Blick zur jetzigen Säculumsfeyerlichkeit in ein künftiges Säculum. Nach vollendetem Hochamte wurde durch Hr. Cooperator die letzte Messe gelesen. Nebst

Hr. Professor und Leibmedicus Fischer und Herren der Pfarrer Seelsorgern der Nachbarschaft aus Nandelstadt, Priel, Schweinerstorf, haben die Feyerlichkeit gezieret. Se. Hochwürden und Gnaden etc. Herr Balthasar Schleibinger, churfürstl. Geistlicher Rat und Pfarrer zu Maurn etc…

An dem zweyten Tag der Jubelfeyerlichkeit den 25. July, also am Festtage des heiligen Apostels Jakob, war zugleich das Schutzfest des Pfarrgotteshauses und also eine zweyfache Feierlichkeit. Um 4 Uhr fruhe war Beichte um 9 Uhr der feierliche Gottesdienst mit Hr. Frigdian Mayr Dechant des regulierten Chorherrnstiftes Weyarn, hielt das Amt und die Predigt. Mit den ersten Worten zielte er auf Jakob den Schutzheiligen des Pfarrgotteshauses und mit den letzteren auf Barbara, die Schutzfrau dieser Bruderschaft.

Der 26. Tag des July, als am Feste der heiligen Mutter Anna, war der dritte und letzte Tag. Von 5-9 Uhr wurde wie an beeden vorigen Tagen, alle halbe Stund eine heilige Meß gelesen und die Beichstühlen  waren voll besetzt.

Nach halb 9 Uhr gab man das Zeichen zu dem feyerlichen Gottesdienste, den sowohl bey dem Hochaltare mit Absingung des feyerlichen Amtes, das von dem hochwürdigen Hr. Ignatz Schätz, Pfarrer zu Nandelstadt verrichtet wurde. Nach dem heiligen Segen wurde das

Te Deum laudamus angestimmet.

Am folgenden Tage, den 27. July, hielt Frigdian Mayr für seine hier in Gott ruhenden Aeltern und fünf Geschwister und aller Verstorbenen der ganzen Pfarr vorzüglich für den hochgebohrnen Herrn, Hr. Franz Joseph Corbinian Adam Grafen und Seiboltstorf, hochfürstl. Freysingischen Oberstjägermeister, dann ehemaliger Hofmarks=Herrn zu Hörgertshausen etc.

ein Seelenamt.

Nun erfordert es die Billigkeit, dass man im Namen der ganzen Pfarr jenen den öffentlichen Dank abstatte, durch deren Freygebigkeit und sorgfältige Verwendung gegenwärtiges Pfarrgotteshaus zu solchem Glanze gelanget ist und der hl. Jungfrau und Martyrin Barbara angefangen, und zur Erbauung herrlichst beschlossen worden.

Heil und Segen Seiner Gnaden, Magnificenz etc. den wohlgebornen Herrn Philipp Fischer, welcher zur gegenwärtigen Zierde und majestätischen Verherrlichung des Pfarrgotteshauses seine gutthätige Hand am ersten gebothen.

Fischer war den ersten Tag des Monaths Mai im Jahre 1744 zu Hörgertshausen geboren, seine Familie war im 1. Mai 1744 ausgestorben, aber es existierte der so genannte Fischergürtel in Hörgertshausen.

Er studierte in Freysing die untern Schulen, die Philosophie aber in Salzburg.

Nach erlangtem medizinisch=und chirurgischen Wissenschaften, denen er sich nach der Philosophie gewidmet, schickte ihn 1771 der unvergessliche Maximilian III. Höchstseligen Andenkens, höchstwelcher in der Person Fischers, seinem lieben Bayerland eine künftige hilfreiche Stütze der leidenden Menschheit geben wollte. Auf Höchsteigene Chrufürstliche Kosten nach Straßburg, von dort aus ging er 1773 nach Paris, hernach nach England, kehrte endlich gegen Ende des 1776 Jahr über Holland und mehrere Universitäten von Deutschland wiederum in sein Vaterland und wurde gleich nach seiner Ankunft 1777 den 31 Jänner, zu Ingolstadt öffentlich als doct. Medicinae creirt. Im Jahre 1778 nahm ihn die Churfürstliche Academie der Wissenschaften in München zum frequentierenden Mitglied auf. Der regierende churfürstliche Durchlaucht Kar Theodor decretirten ihn 1782 zum ordenlichen medicinischen Professor nach Ingolstadt, wo er als wirklicher Lehrer im Jahre 1789 nach dem Tode des seligen Hr. Professors Steber anstande. Eine ausnehmende Zierde der Pfarr Hörgertshausen! Die erwähnte Gedenktafel in der Pfarrkirche trägt diese Inschrift: Dem Andenken des edlen Herrn Philipp Fischer, geb. in Hörgertshausen am 1. Mai 1744, gest. als Universitäts=Professor etc. in Ingolstadt am 1. August 1800. Als Stifter des Wohltägigkeitsfondes und Mitrestaurator der Pfarrkiche Hörgertshausen.

Bruderschaften:

1688 wurde auf Ansuche des Grafen Johann Georg von Seiboldsdorf und des Pfarrherrn und Dekans Stürzer die Armenseelen-Bruderschaft eingeführt. Der Gutsherr hat hierzu auf eigene Kosten die rechte Seitenkapelle erbaut und eingerichtet und die Bruderschaft mit 100 fl notiert. Das Opfer war in den ersten Jahren so bedeutend, dass nach 12 Jahren das Vermögen schon über 300 fl betrug. Es wurde aber 1808 mit der Pfarrkirche vereinigt.

Das Bruderschaftsfest wird am St. Jakobitage gefeiert.

Nach ein paar Jahren wurde auch die S. Barbara-Bruderschaft für einen guten Tod errichtet und von Papst Alexander VIII. mit Ablässen begnadigt 1690. Das Titularfest ist alljährlich am 2. Adventsonntag. Das schon früher übliche Pferderennen wurde laut Pfarrer Schrems zur größeren Ehre Gottes und seiner Heiligen an einem dieser beiden Bruderschaftsfesten gehalten.

Das Jubiläum der ersten Bruderschaft wurde 1787, das der zweiten 1791 begangen. In der Armenseelenbruderschaft schrieben sich der Grafen Johann Georg von Seyboldsdorf und seiner Gemahlin ein.

Im Verzeichnis der St. Barbarabruderschaft ist wieder Johann Georg mit seiner Frau und den fünf Kindern verzeichnet.

Die Stiftungsurkunde (im Pfarrarchiv Hörgertshausen) ist ein Musterbeispiel für die damalige Schreibkunst, wobei noch zu beachten ist, dass alles mit Gänsefeder geschrieben und gezeichnet ist.

Vermögensstand der Kirche  und Stiftungen:

Nach dem verheerenden Dreißigjährigen Krieg hatte die Kirche noch ein Kapital von 3 fl, an Rechten 120 fl!

Durch anfallende Laudemien (=Abgaben bei Übergabe eines Gutes) und durch Sammlungen und Spenden von Garben, Korn , Flachs, Schmalz, Gänse uns selbst Kälber hob sich das Pfarrvermögen. Es betrug 1849 bei Übernahme durch die Kirchenverwaltung 3776 fl.

Pfarrei und Cooperatur:

Bis zum Jahr 1686 hatte der Pfarrer von Hörgertshausen allein die ganze Pfarrei zu versorgen. Außer die Orte, die heute noch noch dazu gehören, waren damals noch Baumgarten, Tölzkirchen, Andorf, Gründl, Bockschwaig und Kollersdorf dabei. Bei den damaligen schlechten Wegverhältnissen und mit den Verkehrsmitteln, zu Fuß, zu Pferd oder mit dem Wagen, war das für die Pfarrer bestimmt nicht leicht, ihren Dienst durchzuführen. Um diese Erschwernis zu beenden stiftete unter Pfarrer Stürzer der damalige Gutsherr, Johann Georg von Seiboldsdorf, die Cooperatur, d.h. er setzte einen Hilfspriester ein, zum Besten der Filialisten. Die Filialisten waren nicht seine Untertanen, er bekam keinen Zehent und keine sonstigen Abgaben von ihnen. Es ging ihm um den Frieden der Pfarrei. Der Graf stellte einen Schuldenbrief von 1000 fl aus,  nach unserem Geldwert 50.000,– DM (1982) oder mehr, auf seine Hofmark versichert, von denen die Zinsen mit 5 % jährlich den Grundstock für das Einkommen des Hilfspriesters lieferten.

Durch die Errichtung der Kooperatur erhielten die Baumgartner und Tölzkirchner nun, ohne einen Kreuzer Kosten zu haben, fast alle Sonn- und Festtage, davon sie früher nur 7 hatten.

Von 1686 bis 1864 stehen 90 Cooperatoren in der Chronik verzeichnet, das gibt eine durschnittliche Anwesenheit von knapp zwei Jahren. Bei den Pfarrern gibt es eine solche von durchschnittlich 16 Jahren.

Umfang und Einkommen der Pfarrei:

In der Schenkungsurkunde des Jahres 899 ist von einer Kirche die Rede. Es ist anzunehmen, dass Hörgertshausen damals auch schon eine Pfarrei vorhanden war. Ebenso wird 1073 eine Kirche erwähnt. Die beträchtliche Größe des Pfarrsprengels deutet auch auf eine alte Pfarrei, denn große Pfarreien waren immer alte Pfarreien. In den Martikeln von 1315 erscheint „Hergoltzhausen“ zum ersten mal sicher als Pfarrei mit den Filialen Paumgarten, Tennelskirchen mit Friedhof und Erentein und Sigolstetten ohne Friedhof. Über den Ort „Erenterin“ ist schon viel gerätselt worden, man vermutet heute, dass es eine Burg bei Airischwand war. Sigolstette ist Sielstetten, eine Filiale von Hörgertshausen war. Später kam Margarethenried dazu.

1518 gehörte Hörgertshausen zu den 101 Pfarreinen der Diözese, die solchen Priestern verliehen waren, die ihre Pfarreien nicht selbst pastorierten, sondern die Seelsorge von einem Vikar ausüben ließen. Diese Zustände wurden schon in der damaligen Zeit oft angegriffen, da der Pfarrer irgendwo in der Stadt lebte und seinen meist schlecht ausgebildeten Vikar nur  mäßig bezahlen konnte, wodurch die Seelsorge entsprechend ausfiel. 1524 werden als Filialen Baumgarten, Tandlskirche (= Tölzkirchen), Arnschwandt (= Airischwand),

St. Alban, Andorff angegeben. 270 Kommunikanten wurden in Hörgertshausen gezählt.

Einkommen von anno 1524:

Margarethenried 30 fl, Gammelsdorf, 50 fl, Hörgertshausen 60 fl, Mauern 70 fl, Moosburg 130 fl

1802 werden für Margarethenried 500 fl, Mauern, 700 fl, Hörgertshausen 1000 fl angegeben.

1850 ohne Einkünfte der Ökonomie = 1200 fl

Pfarrer Edlinger berichtet:

„So ist die Pfarr Hörgertshausen nit alain durch die laidig außgestandene Kriegsjahr, sondern auch durch den 1661 ervolgt verderblichen Schauer und brand so ruiniert worden, das nit wo einen Priester ertragen würde.“

Schon 1650, als die Pfarrei nicht besetzt war, heißt es „das selbige dem Pfarrer zu Margeretenried durch den Ordinarium zugelegt werden soll“. (Ordinariatsarchiv)

Die Priester von Hörgertshausen:

  • Andreas Ruefueß
  • nach 1502  Georg Mutzel
  • Lorenz Geisler, Vikar, in Vertretung von Georg Mutzler
  • Christoph Reinhard
  • – 1587 Gallus Tandl
  • Simon Walaspreiner
  • Conrad Diemayr, 1628 Dekan
  • Peter Weyersmüller
  • Wolfgang Ruedorffer
  • – 1662 Sebastian Edlinger
  • Martinus Hueber legte die ältesten Martrikel-Bücher an
  • – 1676 Greißl Adamus
  • – 1704 Johann Jakob Stürzer, 1686 Dekan,

                       unter ihn wurde die Cooperatur errichtet und die Bruderschaften gegr.

  • – 1733 Georg Pach, stiftete den rechten Seitenalter hl. Barbara der Kirche
  • – 1740 Andrä Seidl
  • – 1754 Johann Georg Ferdinand Kampperer
  • – 1769 Karl Josef von Holzhausen, geistlicher Rat
  • – 1820 Simon Blasi, Dekan, erbaute 1783 den hölzernen Pfarrhof,

                       unter ihm wurde die Kirche ausgemalt, er stiftete einen Kelch 73 fl,

er stiftete 300 fl für die Schule. Er erfüllte sein Priesteramt 44 Jahre

pflichterfüllt, gewissenhaft und ließ nichts ermangeln, er war ein Seelsorger

in Wort und Beispiel zum Glauben leitend, so sein Neffe und Nachfolger:

1821  – 1845   Simon Blasi, davor Cooperator in Hörgertshausen

                        Als er starb hinterließ er ein Vermögen von 30000 Gulden. Erspart von ihm

und seinem Onkel.

1845  – 1855   Johann Schrems,  erstellte die Pfarrchronik 123 Seiten

1855  – 1865   Johann Hamperl

1865  – 1883   Johann Nepomuk Lechner, 1827 Dekan

1884  – 1891   Georg Hinzl

1892  – 1902   Anton Maerz

1902  – 1929   Josef Mair

1929  – 1952   Anton, Eichner, Kammerer

1952  – 1952   Josef Fischer

1960  – 1980   Erich Soika, 1960 geistlicher Rat

1980  – 1986   Jan Herold aus Mauern (wurde mitverwaltet)

1986  – 1991   Michael Jandke

1991  – heute  Edward Stupak mit Gammelsdorf, Gründung des Pfarrverbandes

Die Besitzer der Hofmark Hörgertshausen, Johann Georg von Seiboldsdorf:

Die Übergabe der Besitzungen in Hörgertshausen an das Kloster Rott am Inn hing mit einer tragischen Angelegenheit zusammen: Graf Kuno von Rott wurde im 11. Jahrhundert Pfalzgraf in Bayern. Er hatte zwei Kinder, eine Tochter und einen Sohn Kuno. Der junge Graf vermählte sich mit Elisabeth, eine lothringische Prinzessin, wurde aber wenige Tage nach seiner Hochzeit von Kaiser Heinrich IV. zu Kriegsdiensten abgefunden und fiel im Kampf. Nun war der alte Pfalzgraf ohne männlichen Erben uns stiftete zum Seelenheil seines Sohnes das Kloster Rott und beschenkte es 1073 mit vielen Gütern. Darunter befand sich auch Herigoldeshusa! Die junge Witwe vermachte ihre Güter dem Kaiser und blieb weiter unvermählt.

Das Kloster Rott besaß seine Güter in Hörgertshausen bis zum Jahr 1683.

„Unterm Krummstab ist gut wohnen“, damit war die Herrschaft eines Klosters oder einer Kirche gemeint.

Im Lauf der Zeit erwarben noch andere Adelige Besitz in Hörgertshausen. So erschienen 1322 die Herren von Rorbach, 1410 Baltasar der Reicher, 1487 die Wirsberger, 1529 die Taufkircher und 1528 die Seiboldsdorfer mit Besitzungen in Hörgertshausen. Auch der Bischof in Freising, bzw. das Domkapitel hatte hier Güter. Für die Hörgertshauser sind die adeligen Herren wie Seiboldsdorfer. Monsignore Prälat, Dr. Dr. Michael Hartig, ein gebürtiger Mauerner und bekannte Kunst-Historiker, erwähnt schon 1446 den Ritter Sigmund Seiboldsdorfer von Ritterswöhrt mit Besitz in Hörgertshausen. 1528 gibt es einen Servatius von Seiboldsdorf zu Schenkenau und Hörgertshausen. 1585 Viktor von Seiboldsdorf und Hörgertshausen und Hans Georg von Seiboldsdorf und Hörgertshausen 1584 – 1606, Die späteren Seiboldsdorfer nennen sich nicht mehr

„von Hörgertshausen“.

Der älteste Grabstein in der Kirche lautet auf Frau Anna von Seiboldsdorf 1547.

Der Stammsitz des Geschlechts ist Seiboldsdorf bei Vilsbiburg. Es taucht dort schon im

  1. Jhd. auf und gehört zum ältesten bayerischen Adel. Seine Angehörigen erreichten im bayrischen Staat bedeutende Ehrenstellen und waren z.B.: Pfleger der Stadt Schrobenhausen , Pfleger und Richter in Moosburg oder Kranzberg, Stadthalter in Landshut oder Burghausen, Kammerer und Hofräte der Herzöge und Kurfürsten, Domkanoniker und Freisinger oberster Jägermeister, Regierungsräte und Landrichter, Lehenprobst, Erztruchseß von Freising, Ritter vom St. Georgsorden, Salzburgischer Leutnant, erster Direktor des Appelationsgerichts,

8 Klosterfrauen, davon 2 Äbtissinen und

ein Stephan von Seiboldsdorf war Bischof von Freising 1612 – 1618.

Johann Georg von Seiboldsdorf  (auf dem Bild in der Chronik Seite 33) wurde 1628 geboren mit 25 Jahre in den Freiherrenstand und 1690 in den Reichsgrafenstand erhoben. Auf seinem Grabstein in der linken Seitenkapelle in der Kirche von Hörgertshausen sind seine Ämter und seine Besitzungen verzeichnet: Herr auf Hörgertshausen, Mauern, Thulbach, Mayr und Aiglsperg, der churfürstlichen durchlaucht Bayern Gehaimer Rat, Camerer und Vicedominus zu Landshut ( deutsch= Viztum = Stadthalter von Niederbayern) dann Gehaimer Löblicher Landschaft Mitverordtneter Rentamts Landshuet und des Hochlöblichen Thumbstiffts Freißing, Erb Kuchenmeister etc.

(er hatte noch mehr Titel)

Hans Georg von Seyboldsdorf erbaute in Hörgertshausen an der Pfarrkirche die beiden Seitenkapellen, von denen die Annakapelle die Grablege seines Geschlechts wurde. Ebenso errichtete er mit einer Stiftung von 1000 Gulden die Kooperatur. 1699 ist er gestorben.

Info aus dem Brockhaus-Lexikon:

Kur-Fürst oder Chur-Fürst bedeutet: Zur Wahl gestellt. In dem Fall zur König- oder Kaiserwahl.

Chur-Fürst Hans Georg von Seiboldsdorf stand zur

König- oder Kaiserwahl an.!.

Das Gemeindewappen von Hörgertshausen:

Fast 400 Jahre von 1549 – 1818 waren die Seiboldsdorfer in Besitz von Hörgertshausen. Das Wappen des Geschlechts, die rote Doppelstufe in weiß, ist heute das Gemeindewappen von Hörgertshausen (das Schwert darin steht für St. Alban).

Das Wappen der Seiboldsdorfer nach dem Scheiblerschen Wappenbuch zeigen die rot-weißen Doppelstufen die auf die 3 Linien der Seiboldsdorfer zeigen.

Während des 30 jährigen Krieges 1618-1648, erhob Kaiser Ferdinand II. das Seyboltstorfer Rittergeschlecht in den Freiherrenstand und 1692 erlangte die Freiherren unter Kaiser Leopold die Grafenwürde mit der Vermehrung im Wappen, einem Herzschild, ein Spangen- oder Stech-Helm (z.B.: Lanzenstechen) und der neunzackigen Grafenkrone.

Besitzer des Schlosses (nach Prechtl):

 899  Cholo = Ritter                                   1554              Hanns von Seiboldsdorf

1130  Sefrid von Hörgertshausen             1500  – 1558  Servaz v. S.

1190 Arnold von Hörgertshausen             1536  – 1585  Victor v. S.

1206  Marquard von Hörgertshausen      1560  –  1618  Hans Georg I., v. S.

1372  Wilhelm von Rorbach                      1633               Hans Servaz v. S.

1404  Otto der Rorbeck                              1628  –  1699 Hans Georg II., v. S.

1425  Balthasar der Reicher                       1673  –  1711 Ignaz v. S.

1446  Wilhelm Seemann                             1710  –  1774  Xaver II., v. S.

           Sigmund von Seiboldsdorf               1747  – 1789  Sigmund IX., v. S.          

  • Emanuel v. S.

 

Die Hofmark Hörgertshausen:

Hörgertshausen war ursprünglich keine geschlossenen Hofmark, da vier Höfe im Besitz des Domstifts Freising z.B.: der Schallbauer und der Schaller je 1/4, Winklbaur 1/2 und Hof 1/8 und der Pfarrhof 1/1. zwei davon im Besitz der Ortskirchen z.B.: der Mesner 1/8,

Glaser 1/8.

Hofgrößen:

ganzer Hof 1/1    = Bauer über 100 Tagwerk Grund

halber Hof 1/2    = Hube, Huber, etwa 60 – 90 Tagwerk Grund

viertel Hof 1/4    = Lehen, Lechner, etwa 40 Tagwerk Grund

achtel Hof  1/8    = Sölde, Söldner, etwa 20 Tagwerk Grund

sechzehntel Hof 1/16 = gemeine Söldner, einige Tagwerk Grund

zweiunddreißigstel Hof 1/32  = Leerhäusler, Haus ohne Grund = Handwerkberufe

es gehörten zahlreiche Bauernhöfe in anderen Orten dazu:

1686/87 wurden Doidorf, St. Alban, Schalt und Winkl und der Pfarrhof der niederen Gerichtsbarkeit des Grafen Johann Georg von Seyboldsdorf unterstellt und so Hörgertshausen zu einer geschlossenen Hofmark gemacht.

Historischer Atlas von 1752:

Ostermayr 1/1, Selmayr 1/2, Fischer 1/4, alle zur Hofmark gehörig, Mayr, Weber Bartl, am Anger Krapf, Sixt, Hennenfeind, Graßl, Waserl Neumayr, Pfeiffer, Hallmayr, Loderer, Zensen, Kröll, Wirt, Schneider Schuster, Wagner, Schmied, Schulmeister usw. insgesamt 23 1/8 und 11 je 1/16, alle zur Hofmarksherrschaft gehörig.

Von 44 Anwesen des Dorfes waren also zwei ganze Höfe, zwei halbe Höfe, drei viertel Höfe, aber 26 achtel Höfe und 11 sechzehntel Höfe. (Fortsetzung in der Chronik Seite 43)

Manuskript zum Anlass der 1200 Jahrfeier, Bistum München Freising, 739 bis 1939 von

Kunsthistoriker, Prälat Dr. Dr. Michael Hartig,  * 1878 + 1960, Dombibliothek Freising:

Turm:

Fast gleichzeitig mit Mauern ist für 2400 fl der Turm in Hörgertshausen gebaut worden. Auch hier war der Turm früher über dem Chor der Kirche (= vordere Altarbereich mit eine Kuppel) gestanden. 1711 wurde die Kirche verlängert und dadurch erhielt die Dorfstraße eine Fassade in deren Mitte sich der Turm erhebt, der aber nicht ganz vor der Kirche, sondern bis zur Hälfte in sie hineingebaut ist. Die Gliederung gleicht der von dem Nachbar-Ort Mauern, aber diese Gliederung ist mehr auf die Höhenwirkung eingestellt. Das Viereck steigt weit über den Dachgiebel empor. Lisenen umsäumen bandartig die einzelnen Stockwerke.

Empor-Anlage:

Eine nachmittelalterliche Kirche ohne Empore können wir uns heute auf dem Land nur schwer denken. In der Stadt haben wir sie ja nur in der Theatiner- Kirche in München und hier nur in Rücksicht auf das römische Vorbild St. Andrea della valle in Rom.

Kurfürst Max I. war 1613 überall auf die Entfernung des Lettners in die Kirchen seines Landes eingedrungen und das hatte den Bau der Emporen für die Orgel zur Folge. Bald wurde aus der Not eine Tugend, die Empore gehörte zu den notwendigen Kircheneinrichtungen auch dort, wo man keine Orgel hatte. Alle Emporen des Dekanates sind aus Holz gebaut, nur die von Hörgertshausen ist mit Steinen gemauert wie eine der ersten Emporen Bayerns, so auch St. Michael in München. Die Emporenanlage in Hörgertshausen zeigt breite Bögen über den Pfeilern. Sie entstand also nicht mit der Veränderung der Kirche im Jahr 1711, sondern erst mit der Einziehung des Gewölbes 1786.

Kriegerdenkmal und Pieta:

In Hörgertshausen befindet sich unter der Empore ein Kriegerdenkmal, geschmückt von einer Pieta aus dem Ende des 17. Jahrhunderts. Erst nach dem Weltkrieg hat sie Pfarrer Joseph Maier erworben. Das Barocke ist besonders stark zum Ausdruck gebracht. Maria kann kaum die schwere Last des toten Körpers Christi in ihren Armen tragen. Es soll damit ihr übergroßer Schmerz angedeutet sein und dass es ihr schwer gefallen ist, in dieser Stunde sich dem Willen Gottes zu fügen. Doch der Blick zum Himmel gibt ihr die Kraft dazu.

Das Werk ist nicht erstklassige Kunst, aber eindrucksvolle Plastik.

Kreuz:

Von einem Mitschüler des Christian Jorhan, dem bekannten Münchener Meister Roman Boos besitzt die Kirche in Hörgertshausen ein lebensgroßes Kreuz, gegenüber der Kanzel. Es ist nicht mehr im leichten Rokoko, sondern bereits im strengen Klassizismus gehalten. Gelegentlich des 100 jährigen gemeinsamen Jubiläums der beiden Bruderschaften, im Jahre 1791 mag es in die Kirche gekommen sein. Ruhevoll hängt die Gestalt des Herrn am Kreuz, er hat sein Lebensopfer bereits gebracht und ist, das Haupt neigend, gestorben.

Das besonders betonte Hangen am Kreuz, die beiden schräg gezogenen Arme sind für die Kreuzesform des Klassizismus charakteristisch. Es soll dadurch das Sterben- müssen Christi im Sinn des Jansenismus angedeutet sein.

Kanzel:

Die Kanzel in Hörgertshausen ist sehr reich, ungefähr 1760 gearbeitet. Mit Ausnahme der späteren Türumrahmung ist die gerade Linie im Bau und in der Dekoration ausgeschaltet. Unter dem Schalldeckel an der Rückwand, sind aus Holz geschnitzt die Flügel von einem Thron auseinander geschlagen. An den Ecken der Sockelbrüstung sitzen 4 Köpfe, sie stellen die 4 Erdteile dar. Die Brüstung selbst ist mit 3 vergoldeten Reliefs verziert. Auf dem Schalldeckel hält ein Engel die 2 Gesetzestafeln.

Stuhlwangen:

Die Stuhlwangen in Hörgertshausen gehören der Zeit 1715 an. Die Linien sind bereits mehr geschwungen, Sitz- und Kniebank sind gleich stark betont. Die Wange ist mit Akanthus eingesäumt, durch eine kräftige Ranke in der Mitte belebt. Das Akanthusblatt ist bereits in die Länge gezogen, der Stängel schon betont.

Malereien:

Nicht nur die Hauptdecke, auch die Decken der Seitenkapellen und selbst die Wände erhielten 1790 diesen reichen Freskenschmuck. Christian Wink arbeitete hier mit seinem Neffen, dem Eichstätter Amand Wink zusammen. Ein Pfarrkind, der 1800 verstorbene Medizinalrat und Universitätsprofessor Philipp Fischer von Ingolstadt wollte damit seine Heimatkirche verschönern lassen. 1905 wurden die Fresken von dem Münchner Maler Ranzinger erneuert. Über dem Eingang der beiden Kapellen sind 2 große farbige Fresken angebracht: der Ölberg und hier die Verklärung, ebenso ein Fresko hinter dem Kreuz von Roman Boos, ansonsten befinden sich zwischen den Stichkappen Sepia-Bilder.

Altarweihe 22. März 2015:

Von Kathi Baumeister:

Mit einem Festgottesdienst wurde der neue Altar der Pfarrkirche St. Jakobus eingeweiht:

„Für die Pfarrgemeinde bleibt diese Altarweihe noch lange in schöner Erinnerung“, sagte H.H. Pfarrer Edward Stupak bei dem beeindruckendem Festgottesdienst, anlässlich der

Weihe des Altares und der Segnung des neuen Ambos, zum Ende einer umfassenden Renovierung der Pfarrkirche St. Jakobus der Ältere.

Unter Orgelbegleitung zog Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger mit Pfarrer Edward Stupak, Gemeindereferentin Gabriela Pauer, Lektoren und den Messdienern in die festlich geschmückte Pfarrkirche ein.

„Wenn wir die Kirche segnen, so hat das zwei Bedeutungen“, richtete der Weihbischof seine Worte an die Gläubigen. Zum einen werde der Bau gesegnet und zum anderen die Gemeinschaft der Glaubenden, daher wolle man das Taufgedächtnis erneuern. Mit Weihwasser erfolgte vor den Lesungen die Segnung des neuen Ambos, der wie der neue Volksaltar, aus Nussbaum gefertigt ist.

Jesu sei ganz Mensch geworden, um den Weg des Lebens so zu gehen, wie ihn die Menschen gehen. „Wir sollen nachdenken, was wir glauben dürfen – Jesus liebt uns, betonte Weihbischof Bernhard Haßlberger. Dies sei eine ungeheure Botschaft, die wir zu den Menschen tragen dürfen.

Der Altar sei ein wichtiger Ort in der Kirche, das Zeichen für Jesus Christus – er ist unsere Mitte. Das Ambo sei nicht nur Lesepult, sondern vielmehr ein Ort von dem aus das Wort Gottes vorgetragen werde. Der Herr ist inmitten seiner Gemeinde.

Nach der Predigt erfolgte die Weihe des neuen Altares.

Der quadratische, offene aus Nussbaum gefertigte Altartisch ist in seiner Innenseite mit Blattgold gefasst, dieses Gold leuchtet durch den Lichteinfall in einem hellen scheinbar sonnendurchfluteten Goldton und spiegelt unterschiedliche Lichtreflexe.

Mit der Allerheiligen-Litanei begann die Weihe. Pfarrer Edward Stupak übergab ein Gefäß mit den Reliquien des seligen Otto, Bischof von Freising und des seligen

Pater Kasper Stangassinger (= ein hervorragender Pädagoge und Lehrer für die Jugend!), Redemptorist (= katholischer Geistlicher), feierlich in die Hände des Weihbischofs, der sie in den vorbereiteten Reliquiengraben neben dem Altar legte.

Adam Bode, ein Mitglied der Pfarrgemeinde, verschloss mit einer Steinplatte den Boden, während der Chor und die Gemeinde „wohl denen, die da wandeln“ sangen. Dann erfolgte die Besprengung mit Weihwasser. Der Brauch, Reliquien in einem Altar einzusetzen, hat seine Wurzeln in frühchristlicher Praxis, die Eucharistie in der Nähe oder über einem Märtyrergrab zu feiern. Mit Chrisam- Öl salbte Haßlberger anschließend den Altar. An allen vier Ecken und in der Mitte des Altares wurden Gefäße aufgestellt in denen der Bischof Weihrauch entzündete. Während der Weihrauch am neuen Altar verbrannte und seine wohlriechenden Düfte den ganzen Kirchenraum erfassten, betete der Bischof das Weihegebet.

Danach erfolgte die Reinigung des Altares und das Anzünden der Kerzen auf dem Altar.

Die erste Feier der Eucharistie am neuen Altar war der krönende Abschluss der Weihe.

Die Kirchenmusik wurde von dem Hörgertshausener Chor musikalisch mitgestaltet unter der Leitung von Sepp Lutz. Die Messe von Joseph Haydn: Missa Sancti Nicolai in

G-dur, wurde musikalisch ebenso mit Solisten vorgetragen, sowie aus Haydns Oratorium

„Die Himmel erzählen.“

Mit dem Festtag der Altarweihe wurden umfassende Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten in der Pfarrkirche abgeschlossen und die Kirche erstrahlt in einem wunderbaren Glanz. Die Architektin vom erzbischöflichen Baureferats war Ursula Gonsior.

Nach dem Gottesdienst fand im Gasthaus Soller eine weltliche Feier statt, bei der die Arbeiten von St. Jakobus noch einmal reflektiert wurden.

Jakobus der Ältere:

Aus dem Internet:

Jakobus der Ältere (lateinisch Jacobus Major), auch der Große, oder Jakobus der Sohn des Zebedäus  genannt, Er zählt zu den zwölf Aposteln Jesu Christi. Der Gedenktag in der katholischen Konfession ist der 25. Juli. Als Hochfest wird er in Spanien und im Dom in Innsbruck, ebenso als Eigenfest der Kavallerie im spanischen Militär-Erzbistum gefeiert.

Jakobus war der Sohn eines Fischers Zebedäus und der Salome sowie der ältere Bruder der Jünger Johannes. Beide neben Andreas und Simon Petrus, gehörte Jakobus zu den erstberufenen Jüngern (Mt 4,21; Lk 5,10). Jesus gab den zwei Brüdern wegen Ihres Eifers den Beinamen „Boanerges = Donnersöhne“ (Markusevangelium 3, 17). Jakobus zählte neben seinem Bruder und Petrus zu den drei bevorzugten Jüngern, die bei der Verklärung Jesu und in seiner Todesangst im Garten Getsemani (Markus Evg. 14, 33) dabei waren. Während die Apostelgeschichte vom Wirken Petrus und Johannes ausführlich berichtet, wird von Jakobus nur die Hinrichtung durch König Herodes Agrippa I. von Judäa im Jahr 43 verbunden, mit einer Verfolgung anderer Christen – erwähnt (Apostelgeschichte 12,1-2), Jakobus war somit der erste Märtyrer unter den Aposteln. Der Überlieferung zufolge verkündete er zuvor das Evangelium in der Gegend um Samaria – dem heutigem Shomron / as-Samarah und Jerusalem. Jakobus wurde während der Herrschaft des Herodes Agrippa I. über ganz Judäa (41-44 n, Chr.) mit dem Schwert hingerichtet. Sowohl das Markus- als auch das Evangelium nach Matthäus reflektieren seinen gewaltsamen Tod (Mk 10.39; Mt 20,23)

Legenden berichten vom Zauberer Hermogenes, den Jakobus überwand, von Dämonen befreite und dessen Zauberbücher er dann ins Meer werfen ließ. Auf seinem Wege zur Richtstätte heilte Jakobus demnach einen Lahmen und bat den Henker um eine Flasche Wasser, damit er Josias, der ebenfalls auf dem Hinrichtungsplatz bekehrte, taufen könne; auch Josias wurde daraufhin mit Jakobus enthauptet.

In Jerusalem steht die Jakobskirche angeblich an der Stelle seines Martyriums.

Im Jahr 70 wurden seine Gebeine auf dem Berg Horeb in Sinai ins Jakobskloster, das heutige Katharinen- Kloster gebracht.

In Spanien verbreitet, lautet die Überlieferung, dass Jakobus dort gleich nach der Himmelfahrt Christi gepredigt und Jünger geworben habe mit der Prophezeiung, dass er nach seinem Tod dort Unzählige bekehren werde. Das Grab soll vergessen worden sein, bis sich Jakobus dem Eremiten  Pelao Pelagius auf dem so genannten

„Sternenfeld = auf spanisch Compostela offenbarte“. Anno 813 wurde dort mit dem Bau eines Wallfahrtszentrums begonnen, am 25. Juli 816. An diesem Gedenktag wurden die Reliquien vom Hl. Jakobus in der neuen Kirche beigesetzt.

Die Entdeckung des Grabes fiel in eine Zeit, in der sich die nordspanische Kirche mit dem Bischof Theodemir von Iria Flavia heute ein Ortsteil von Padron gegen die westgotische Kirche von Toledo profilieren wollte, er legte den Grundstein für die Jakobuskirche in Santiago de Compostela, die 870 geweiht wurde, Santiago wurde bald zu einem Eckpfeiler des mittelalterlichen Europa. Im Zuge der Reconquista, der Rückeroberung Spaniens von den maurischen Besatzern, fiel Jakobus eine neue Rolle zu: Er galt jetzt als Santiago „Matamorus“, als berittener Schlachtenhelfer und Maurentöter.

Jakobus zeigte mehrere Wunder als er einen Jüngling vor dem Galgentod rettete, diesem man heimlich einen Silberbecher in den Rucksack steckte und deshalb gehenkt werde. Als dies erfolgte, hielt Jakobus den am Strick Hängenden hoch, damit er unversehrt blieb, die Eltern kamen an die Richtstätte, fanden den Sohn noch lebend und konnten ihn vom Galgen nehmen.

Spanische Darstellungen erzählten zahlreiche Wunder: den Steinblock, der sich von selbst als Sarkophag für Jakobus schloss und den Wagen mit den wilden Rindern, die den Sarkophag an die Stelle fuhren, wo später die Kirche in Santiago gebaut wurde.

Bis ins 15. Jahrhundert zog Santiago de Compostela mehr Pilger an als Rom oder Jerusalem. In Skandinavien nannte man Spanien in jener Zeit „Jakobsland“. Die Pilger auf dem Camino, dem Jakobsweg, erhielten am Ziel damals eine Muschel, mit der sie dann ihren Pilger-Hut zierten.

Jakobus war mit seinen Anhängern schon länger unterwegs im heutigen Saragossa am Ufer des Ebro und hatte keinen Erfolg ihren Glauben zu verbreiten. Jakobus entschloss die Mission aufzugeben. Sogleich erschien ihm die Muttergottes auf einer Steinsäule und gab ihm den Auftrag diesen Dienst fortzuführen und ihre Unterstützung zugesichert hat.

Nach einer anderen, für den Jakobuskult in Santiago de Compostela grundlegenden Legende übergaben seine Jünger den Leichnam des Apostels nach der Enthauptung einem Schiff ohne Besatzung, das später in Galicien im Nordwesten Spaniens anlandete. Helfer setzten ihn weiter im Landesinneren bei. Dann geriet das Grab in Vergessenheit. Nach der Wiederentdeckung im 9. Jahrhundert wurde darüber eine Kapelle, später eine Kirche und schließlich die Kathedrale errichtet, um die herum sich der Pilger-Ort Santiago de Compostela entwickelte und zu der die Jakobswege führen. Diese Jakobswege sind seit Ende des 19. Jahrhunderts in ganz Europa mit einer

Jakobs-Muschel ausgeschildert.

Von Freising führt direkt ein ausgeschilderter Weg mit dem Zeichen der Pilger-Muschel nach Santiago de Compostela.

Viele Legenden und Wunder bezeugen diese großen Gnaden vom Heiligen Jakobus.

z.B.: 4 Legenden von Jakobus selbst. 1 Legende in Deutschland Konstanz. Viele Legenden von Frankreich bis nach Santiago de Compostela.

Attribute:

Jakobus wir dargestellt als Pilger, Ritter und mit einer Muschel.

Patron: von Spanien, und Innsbruck, der Krieger, Arbeiter, Lastenträger, Seeleute, Hutmacher, Strumpfwirker, Wachszieher, Kettenschmiede, Apotheker und Drogisten der Pilger und Wallfahrer, für das Wetter, für das Gedeihen der Äpfel und Feldfrüchte, gegen Rheumatismus.

Bauernregeln:

Ist es drei Tage vor Jakobi schön, so wird das Korn dauerhaft.

Um Jakobi heiß und trocken, kann der Bauers- Mann frohlocken.

Wenn die Tage um Jakobi sehr sommerlich sind, wird das Weihnachtsfest sehr winterlich.

Jakobi klar und rein, wird das Christfest frostig sein.

Jakobus Gebet:

Vater im Himmel, Dir sage ich Dank

Für Deine Liebe, für Deine Hand.

Du bist mir Licht uns Quelle dazu.

Bei Dir finde ich Trost und finde ich Ruh.

Du gibst mir alles, was brauche ich mehr,

Danke oh Herr, ich liebe Dich sehr.

Jakobus-Lied von Hörgertshausen nach der Melodie: Lobet den Herren:

Übergeben von Fr. Stephanie Pokorny

Heilger Jakobus, wir rufen heut an deinen Namen.

Sieh her auf alle, die zu diesem Heiligtum kamen!

Tritt für uns ein, Gott möge gnädig uns sein!

Führ uns den guten Weg! Amen!

Heilger Jakobus, als erster zum Zeugen berufen!

Führe auch uns zu der Jüngerschaft heiligen Stufen!

Sei uns das Licht, lass und im Dunkeln doch nicht,

wenn wir vertrauend dich rufen!

Heilger Jakobus, als erster gabst du einst dein Leben.

Nahmst an den Kelch, der gefüllt mit den bitteren Reben.

Lass deinen Tod, Zeugnis für uns sein in Not,

dass auch wir Gott alles geben!

Heilger Jakobus, auf Tabor vom Lichte ergriffen,

ratlos am Ölberg bei denen, die schliefen, die flohen.

Sende uns Kraft, wenn wir in Zweifel erschlafft,

führ uns hin zu Glaubenstiefen!

Heilger Jakobus, vom Herrn einst berufen zu heilen,

der Menschen Wege zu gehen auf viel tausend Meilen,

Krankheit und Not, mächtig zu wenden in Gott,

Herzen bewegen zum Teilen.

Heilger Jakobus, Begleiter der Pilger auf Erden!

Lehr unterscheiden uns, folgen den göttlichen Werten!

Führ uns zur Quell, dass gereinigt und hell.

Brunnen für andere werden!